Energiesteuern und Abgaben

2022

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

jedes Jahr zum 15. Oktober geben die Übertragungsnetzbetreiber die Umlagen auf den Strompreis für das Folgejahr bekannt.


Die EEG Umlage wird zur Finanzierung des erneuerbaren Stroms verwendet. Über die sogenannte EEG-Einspeisevergütung wird diese Umlage an die Betreiber von EEG Anlagen gezahlt und dient somit der Förderung der erneuerbarer Energien. Zum 1. Januar 2022 wird die EEG Umlage von 6,500 ct/kWh um 2,777 ct/kWh auf 3,723 ct/kWh abgesenkt.


Die KWK-Umlage dient der Erhaltung, Modernisierung und dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. 
Die hieraus entstehenden Kosten werden bundesweit an die Letztverbraucher weitergegeben. 
KWK-Anlagenbetreiber haben bei Erfüllung entsprechender Voraussetzungen einen Anspruch auf die gesetzlichen Fördersätze für den dann eingespeisten Strom. Die KWK-Umlage erhöht sich zum 1. Januar 2022 von 0,254 ct/kWh um 0,124 ct/kWh auf 0,378 ct/kWh.


Mit der in §19 der StromNEV geregelten Umlage wird die Entlastung stromintensiver Unternehmen zur Zahlung von Netzentgelten finanziert. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie soll dadurch nachhaltig gestärkt werden. Die den Netzbetreibern daraus entstehenden Kosten werden auf die übrigen Letztverbraucher umgelegt. Die Umlage für Verbräuche bis 1.000.000 kWh/a steigt von 0,432 ct/kWh um 0,005 ct/kWh auf 0,437 ct/kWh. Die Umlage für Verbräuche größer 1.000.000 kWh bleibt unverändert bei 0,050 ct/kWh.

Mit der Offshore-Haftungsumlage werden Risiken der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz abgesichert. Die Stromerzeugung auf Hoher See durch Offshore-Windkraftanlagen stellt einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende durch erneuerbare Energien dar. Diese Offshore-Haftungsumlage steigt zum 1. Januar 2022 von 0,395 ct/kWh für Verbräuche bis 1.000.000 kWh um 0,024 ct/kWh auf 0,419 ct/kWh.


Die Umlage für die abschaltbaren Lasten, die seit dem 01.01.2017 wieder eingeführt wurde bleibt unverändert bei 0,009 ct/kWh. Die Umlage soll die Nutzung von abschaltbaren Lasten in der Industrie zur Stabilisierung der Übertragungsnetze und somit die Versorgungssicherheit fördern. Unter abschaltbaren Lasten versteht man stromintensive Industrieprozesse, die kurzfristig unterbrochen (abgeschaltet) werden können.


Die Stromsteuer bleibt ebenfalls unverändert bei 2,050 ct/kWh. Die Stromsteuer ist eine auf den Energieverbrauch im Stromsteuergesetz geregelte Steuer. Diese Steuer fließt u.a. in den Bundeszuschuss für die gesetzliche Rentenversicherung. Für energieintensive Unternehmen besteht die Möglichkeit im Rahmen ihrer Steuerabgaben eine Steuerentlastung zu beantragen.

Kontakt

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